Den alljährlichen Schlusspunkt der Wettkampfsaison bei der Schachsparte der SG Siemens setzt die Siegerehrung der Amberger Stadtmeisterschaft im Siemens-Sportheim. Erstmals seit elf Jahren konnte mit Heinz Däubler, dem Spitzenspieler des SC Haselmühl wieder ein Nicht-Siemensianer den begehrten Stadtmeistertitel erringen.
Turnierleiter Wolfgang Reindl dankte zunächst Werner Gillich, der den Siegerpokal gestiftet hatte, sowie Fritz Speckner für die künstlerische Gestaltung der Urkunden und nahm danach die Ehrung vor. Hochverdient sicherte sch der 64jährige Däubler bei seiner vierten Teilnahme zum erstenmal den Sieg in dem Traditionsturnier. In den neun Runden gelang es lediglich Gerhard Franz, Däubler ein Remis abzuringen. Ein Novum gab es bei Platz zwei: Diesmal müssen sich mit Andreas Beyerlein und Gerhard Franz zwei Spieler den Vizemeistertitel teilen, nachdem beide auch bei der dritten Feinwertung gleichauf lagen. Nur vierter wurde Titelverteidiger Wolfgang Reindl, der gegen die drei Ersten trotz einiger guter Chancen nicht punkten konnte.
Ausgezeichnet hielten sich mit Peter Weszka (Sulzbach) und Richard Dötterl (Haselmühl) zwei weitere Gastspieler auf den Rängen fünf und acht. Mit Florian Ott, Karl Haller, Simon Täschner und Anna Knieps nahmen diesmal vier Jugendspieler den Kampf gegen die "alten Hasen" auf und mischten bei ihrer ersten Stadtmeisterschaft munter mit: Florian Ott sicherte sich als Bester Platz sieben, während Simon Täschner für deinen eindrucksvollen Angriffssieg gegen Johann Ferstl mit einem Sonderpreis bedacht wurde.
Die Abschlusstabelle: 1. Däubler 8,5 Punkte, 2. Beyerlein und Franz je 7, 4. Reindl 6, 5. Weszka5,5, 6. Wiesgickl 5, 7. Ott 5, 8. Dötterl 5, 9. Forster 4,5, 10. Ferstl 4,5, 11. Haller 4, 12. Täschner 4, 13. Mühlberger 3, 14. Knieps 2, 15. Schmid 1, 16.Pfleger 0.
Spartenleiter Gerhard Franz berichtete anschließend über die zahlreichen Erfolge im Jugendbereich, wo die SG Siemens Amberg in der Altersklasse bis 14 Jahre inzwischen die dominierende Kraft in der Oberpfalz geworden ist: 20:0 Mannschaftspunkte und 39:1(!) Brettpunkte reichten Florian Ott, Karl Haller, Simon Täschner und Ferdinand Eckl zum absolut souveränen Gewinn der Oberpfälzer U14-Mannschaftsmeisterschaft. Das Glanzlicht in den Einzelwettbewerben setzte Florian Ott mit dem Bayerischen Meistertitel in der U12, und auch bei der Deutschen Meisterschaft erreichte er einen sehr guten Platz im vorderen Mittelfeld.
Auch die erste Mannschaft der SGS hatte Grund zum Jubeln, als man am letzten Spieltag der Oberpfalzliga überraschend noch den SK Weiden 07 abfangen und sich den Aufstieg in die Regionalliga sichern konnte. Weniger glücklich war die 2. Mannschaft, die als Schlusslicht in der Bezirksliga Nord den Weg nach unten antreten muss, während die "Dritte" als Vorletzter der Kreisliga II Nord gerade noch den Klassenerhalt schaffte.